Wer zahlt
Der EU-Importeur ist als CBAM-Anmelder zuständig: Er reicht die Erklärung ein und kauft die Zertifikate. Die Emissionszahl kommt aber aus dem Werk in China, und die Kosten landen in der Preisverhandlung.
Beratung zum CBAM (CO₂-Grenzausgleichssystem der EU) für chinesische Hersteller, die nach Europa exportieren, und für deutsche und europäische Unternehmen, die aus China importieren. Wir berechnen die Emissionen Ihrer Produkte aus den Werksdaten nach EU-Regeln, zeigen, wo sie sich senken lassen, und begleiten die Umsetzung.
Schätzen Sie Ihre CO₂-GrenzabgabeDas EU-CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM) ist seit dem 1. Januar 2026 in der Regelphase. Hersteller in der EU kaufen für jede Tonne CO₂, die sie ausstoßen, Emissionszertifikate. Damit Importe dieselben Kosten tragen, kaufen Importeure jetzt CBAM-Zertifikate für die grauen Emissionen ihrer Waren. Betroffen sind Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Wasserstoff und Strom.
Der EU-Importeur ist als CBAM-Anmelder zuständig: Er reicht die Erklärung ein und kauft die Zertifikate. Die Emissionszahl kommt aber aus dem Werk in China, und die Kosten landen in der Preisverhandlung.
Graue Emissionen (t CO₂ je Tonne Ware) abzüglich der freien Zuteilung, die europäische Hersteller noch erhalten (97,5 % der EU-Benchmark in 2026, bis 2034 auf null sinkend), × Zertifikatspreis. Alles über der Benchmark zählt vom ersten Jahr an voll. Ohne geprüfte Werksdaten setzt die EU für die grauen Emissionen einen Standardwert je Herkunftsland an, plus Aufschlag. Mit geprüften Werksdaten zählen die tatsächlichen Emissionen des Werks.
Importe seit 2026 zählen bereits. Die erste Jahreserklärung ist am 30. September 2027 fällig, der Verkauf der Zertifikate beginnt im Februar 2027. Die abgezogene freie Zuteilung sinkt von 97,5 % der EU-Benchmark in 2026 auf null in 2034.
Jede Stufe baut auf der vorherigen auf und lässt sich einzeln beauftragen. Chinesische Hersteller beauftragen uns für ihre eigenen Werke, EU-Importeure für ihre Lieferanten und für die Erklärung auf ihrer Seite.
Schicken Sie uns, was Sie haben, gern unsortiert. Wir prüfen es gegen die CBAM-Überwachungsregeln und beantworten eine Frage: Reichen diese Daten für eine Berechnung, die eine Prüfstelle akzeptiert? Sie erfahren, wo Lücken sind und welcher Aufwand nötig ist, um sie zu schließen. Hersteller schicken uns die Daten ihres Werks, Importeure die Daten, die sie von ihren Lieferanten haben.
Wir erheben die fehlenden Daten dort, wo sie entstehen: im Werk und bei dem Lieferanten, dessen Material die meisten Emissionen mitbringt. Wo es noch keine Aufzeichnungen gibt, arbeiten wir vor Ort. Das ist die aufwendigste Stufe, deshalb kommt sie erst nach dem Pre-Check.
Wir berechnen die grauen Emissionen Ihrer CBAM-Waren: aus Produktionsdaten, wo sie ausreichen, sonst aus EU-Standardwerten. Dazu gehören die Anlage selbst, der Strom und die Vorläuferstoffe aus der Vorkette, die meist den größten Teil der Emissionen ausmachen. Sie erhalten einen Wert, den der Importeur einreichen kann, mit der Dokumentation dazu.
Die meisten Anbieter hören beim Bericht auf. Wir analysieren die Zahl und zeigen, wie sich die Emissionen reduzieren lassen: Maßnahmen nach Aufwand und Wirkung sortiert, Quick Wins getrennt von Maßnahmen, die Investitionen brauchen, und die Einsparung vorab gerechnet, bevor Sie Geld ausgeben.
Wir trennen die Daten, die im Werk bleiben, von denen, die weitergegeben werden. Das Werk behält alle Produktionsdetails. Prüfstelle und Importeur erhalten nur den Auszug, den sie für Prüfung und Erklärung brauchen, aufgebaut so, wie die EU-Regeln es vorsehen.
Für das Werk: vierteljährliche Datenreviews und Begleitung durch die Verifizierung. Für den Importeur: die jährliche Erklärung und die Planung des Zertifikatskaufs. Für beide: das Regel-Monitoring. Die EU veröffentlicht laufend neue Durchführungsrechtsakte, und wir sagen Ihnen, welche davon Ihre Zahlen verändern.
Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Melden Sie sich bei uns.
Lernen wir uns kennenWir rechnen nach den EU-Regeln und bereiten alles für die Verifizierung vor. Wer statt der Standardwerte echte Werkswerte ansetzt, muss sie von einer akkreditierten Prüfstelle bestätigen lassen. Das schreibt die EU vor. Wir stimmen die Prüfung mit der Prüfstelle ab und begleiten sie bis zum Prüfbericht.
Langjährige Erfahrung in der Bilanzierung und Senkung von Emissionen auf europäischer Ebene.
Dr.-Ing., TU München, Promotion zu Unsicherheitsmodellierung und dynamischer Ökobilanz. Davor Siemens Energy, M.Sc. Ressourceneffizientes Bauen und B.A. Architektur an der TUM. Chinesisch als Muttersprache, Deutsch und Englisch verhandlungssicher. Verantwortet Werkszugang, Lieferantenarbeit und Datenerhebung in China.
Geschäftsführer der vesta sustainability consulting. Dr.-Ing., TU München, Promotion zur Ökobilanz auf Basis semantischer 3D-Stadtmodelle, danach Postdoc an der NTNU Trondheim in EU-Green-Deal-Projekten. Davor M.Sc. Sustainable Energy Technology und B.Sc. Nachwachsende Rohstoffe. Baut die Daten- und KI-Werkzeugkette hinter den Berechnungen.
Geschäftsführer der vesta sustainability consulting. Dr.-Ing., TU München, Promotion zum ökologischen Fußabdruck von Gebäuden nach sieben Jahren Forschung am TUM-Lehrstuhl. Davor Bauphysik-Ingenieur bei Müller-BBM und B.Eng. Bauphysik. DGNB-Auditor. Verantwortet Methode, Systemgrenzen und Verifizierungsreife.
Porträts: echte Fotos, mit KI bearbeitet.
Hinter carbontoll carbontoll ist die CBAM-Praxis von vesta sustainability consulting, München. Vesta erstellt für europäische Auftraggeber Ökobilanzen, Bauphysik-Gutachten und Energiemodelle, darunter für Forschungsprojekte von Hochschulen und DGNB-Zertifizierungen.
Grobe Schätzung für einen Warenstrom. Sektor, Menge, verifizierte Intensität, Zertifikatspreis und Jahr einstellen, dann Standardwerte mit verifizierten Werksdaten vergleichen. Angezeigt wird, was die Importe dieses Jahres nach Abzug der freien Zuteilung kosten, bezahlt mit der Erklärung im Folgejahr. Der volle Betrag ab 2034 steht darunter.
Schätzung, nicht prüfungsfest. Standardwerte für China aus der Durchführungsverordnung (EU) 2025/2621 in der Fassung der Berichtigung 2026/1740, Aufschlag wie gesetzlich festgelegt. Abzug der freien Zuteilung nach Verordnung (EU) 2025/2620: CBAM-Benchmark (Spalte B, Produktionsroute der chinesischen Standardwert-Tabelle) × freier Anteil des Jahres × Korrekturfaktor 1,0. Bei Werksdaten wird vereinfachend derselbe Abzug angesetzt. Mit geprüften Daten wird er entlang der Prozesskette des Werks gerechnet (Spalte A plus Vorläuferstoffe) und kann etwas abweichen. Zertifikate für Importe 2026 werden ab Februar 2027 gekauft und mit der ersten Erklärung bis 30. September 2027 abgegeben. Ein in China gezahlter CO₂-Preis wird nicht abgezogen. Rechtsstand 15. Oktober 2026.
Standardwert für chinesische Brammen 3,169 t CO₂e/t gegen einen beispielhaften verifizierten Werkswert von 2,0 t CO₂e/t, Zertifikatspreis €82,32. Auf beiden Wegen zieht CBAM die freie Zuteilung ab, die EU-Hersteller noch erhalten: 97,5 % davon in 2026, bis 2034 auf null sinkend. Bei Standardwerten ist das die EU-Benchmark der ganzen Kette, 1,364 t CO₂e/t. Bei geprüften Werksdaten wird je Prozessschritt plus Vorläuferstoffe gerechnet, das ergibt einen ähnlichen, aber nicht denselben Wert. Das Beispiel setzt vereinfachend auf beiden Seiten denselben Abzug an. Die Lücke zwischen Standardwert und Werksdaten zählt deshalb vom ersten Jahr an fast voll und wächst nur mit dem Aufschlag. Der Auslauf verändert die Basis darunter.
| Jahr | Freie Zuteilung | Aufschlag | Auf Standardwerten | Auf verifizierten Daten | Differenz |
|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | 97,5 % | +10 % | 3.549.249 € | 1.103.253 € | 2.445.996 € |
| 2028 | 90 % | +30 % | 4.761.093 € | 1.271.679 € | 3.489.414 € |
| 2030 | 51,5 % | +30 % | 5.625.684 € | 2.136.270 € | 3.489.414 € |
| 2034 | 0 % | +30 % | 6.782.214 € | 3.292.800 € | 3.489.414 € |
Im Jahr fällige Beträge nach Abzug der freien Zuteilung. Ein in China gezahlter CO₂-Preis wird nicht abgezogen. Schätzung, nicht prüfungsfest.
Sie exportieren Stahl-, Aluminium-, Zement- oder Düngemittelprodukte in die EU. Ihre Kunden dort fragen nach geprüften Emissionsdaten, spätestens zur ersten Jahreserklärung 2027. Wir ermitteln die Emissionszahlen, bereiten sie für die Verifizierung vor und zeigen auf, wie Sie die Emissionen reduzieren.
Sie importieren CBAM-Waren oder verarbeiten sie weiter. Sie brauchen Ist-Daten Ihrer Lieferanten statt Standardwerten, eine belastbare Berechnung und eine Erklärung, die einer Prüfung durch die Behörde standhält. Wir holen die Daten direkt aus den Werken in China, auf Chinesisch, und bereiten die Erklärung auf Ihrer Seite vor.
Sie betreuen EU-Mandanten mit chinesischen Lieferketten und brauchen jemanden für den Teil in China: Daten zu Vorläuferstoffen aus der Vorkette beschaffen, chinesische Aufzeichnungen den CBAM-Regeln zuordnen und das Werk vor Ort auf die Prüfung vorbereiten. Wir arbeiten als White Label unter Ihrer Marke.
CBAM zieht die kostenlosen ETS-Zuteilungen ab, die europäische Hersteller noch bekommen: 97,5 % der EU-Benchmark in 2026, bis 2034 auf null sinkend. Alles über der Benchmark zählt vom ersten Jahr an voll. Für chinesischen Stahl auf Standardwerten ist das für Importe 2026 schon etwa die Hälfte des Satzes von 2034.
€ je t = (Standardwert 3,169 t CO₂e/t × (1 + Aufschlag) − freie Zuteilung × Benchmark 1,364 t CO₂e/t) × Zertifikatspreis 82,32 €
Fahren Sie die Kurve ab oder tippen Sie auf ein Jahr, um die Werte zu sehen.
Die Prozentwerte sind der gesetzlich festgelegte Auslauf der freien Zuteilung (ETS-Richtlinie, Korrekturfaktor 1,0 für 2026 bis 2030, danach unverändert angenommen). Euro-Beträge: Stahlbrammen aus China auf Standardwerten mit gesetzlichem Aufschlag, abzüglich der freien Zuteilung auf die CBAM-Benchmark der Hochofenroute (1,364 t CO₂e/t, Verordnung (EU) 2025/2620), Zertifikatspreis Q3 2026 (82,32 €/t CO₂), dieselbe Rechnung wie im Rechner oben. Die Benchmarks können ab 2027 aktualisiert werden. Ein in China gezahlter CO₂-Preis wird nicht abgezogen. Schätzung, nicht prüfungsfest.
Einen Bericht bietet in diesem Markt jeder an. Unsere Kunden fragen nach dem Schritt danach: Wie viel Emissionen kann ich einsparen, und wie viel weniger zahle ich dann? Das lässt sich berechnen, und genau dafür bringen wir die Methodik aus unserer Forschung mit.
Strombezug und Lieferverträge, Schrottanteil, Abwärmenutzung und Messlücken, durch die die gemeldete Zahl höher ausfällt als die tatsächlichen Emissionen.
Brennstoffwechsel, mehr Stahl aus dem Elektrolichtbogenofen, Umbau von Prozessen. Das dauert länger und kostet mehr, senkt aber die Emissionen je Tonne Produkt dauerhaft.
Wer Vormaterial weiterverarbeitet, statt selbst zu schmelzen, kauft den größten Teil der grauen Emissionen mit dem Einsatzmaterial ein. Um das zu ändern, muss man bis zum Lieferanten des Lieferanten vordringen. Diese Arbeit übernehmen wir.
Sauber messen senkt die Zahl, die Sie melden. Den Prozess ändern senkt die Emissionen selbst. Beides senkt die CBAM-Kosten, aber nur das Zweite ist Dekarbonisierung. Wir kennzeichnen jede Maßnahme entsprechend, weil auch die Prüfstelle so unterscheidet und europäische Kunden zunehmend danach fragen.
Für jede Maßnahme rechnen wir die Wirkung vorab: Emissionen je Tonne Produkt heute, Emissionen je Tonne mit der Maßnahme und was die Differenz beim Zertifikatspreis über die Hochlaufjahre wert ist.
Schätzung, nicht prüfungsfest. Standardwerte für China aus der Durchführungsverordnung (EU) 2025/2621 in der Fassung der Berichtigung 2026/1740, Aufschlag wie gesetzlich festgelegt. Abzug der freien Zuteilung nach Verordnung (EU) 2025/2620: CBAM-Benchmark (Spalte B, Produktionsroute der chinesischen Standardwert-Tabelle) × freier Anteil des Jahres × Korrekturfaktor 1,0. Bei Werksdaten wird vereinfachend derselbe Abzug angesetzt. Mit geprüften Daten wird er entlang der Prozesskette des Werks gerechnet (Spalte A plus Vorläuferstoffe) und kann etwas abweichen. Zertifikate für Importe 2026 werden ab Februar 2027 gekauft und mit der ersten Erklärung bis 30. September 2027 abgegeben. Ein in China gezahlter CO₂-Preis wird nicht abgezogen. Rechtsstand 15. Oktober 2026.
Schreiben Sie uns, ob Sie in die EU exportieren oder aus China importieren, in welchem Sektor Sie tätig sind und um welche Mengen es geht. Wir melden uns mit einem konkreten Vorschlag für den nächsten Schritt.
Oder schreiben Sie direkt an einen von uns
Wir sitzen in München. Nach Absprache kommen wir nach China und arbeiten vor Ort in Ihrem Werk. Europäische Kunden treffen uns in München oder an ihrem Standort.